1. Home
  2. Politik
  3. Trump zahlt 25 Millionen für seine Pseudo-Uni

Vergleich
Trump zahlt 25 Millionen für seine Pseudo-Uni

«Trump University»: Tausende Studenten hinters Licht geführt. Keystone

Donald Trump schafft einen Rechtsstreit um dubiose Geschäftspraktiken seiner «Trump University» aus der Welt. Betrugsvorwürfe kann Mr. President nicht gebrauchen. Dafür greift er tief in die Tasche.

Veröffentlicht am 18.11.2016

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat einen Rechtsstreit um dubiose Geschäftspraktiken seiner «Trump University» mit einem Millionenvergleich beigelegt. Er erklärte sich zu einer Zahlung von 25 Millionen US-Dollar im Rahmen einer aussergerichtlichen Einigung bereit.

Das teilte der New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman am Freitag mit.Trump wurde in Sammelklagen und einem von Schneiderman angestrengten Verfahren beschuldigt, tausende Studenten mit falschen Versprechen geprellt und um 40 Millionen Dollar gebracht zu haben. Trump selbst habe daran fünf Millionen Dollar verdient, so der Vorwurf Schneidermans.

Nach Betrugsvorwürfen geschlossen

Die «Trump University» warb damit, Studenten zu erfolgreichen Immobilienprofis und Geschäftsleuten auszubilden. Es handelte sich aber nicht um eine echte Universität mit anerkannten Abschlüssen, weshalb der Name geändert werden musste. Die Einrichtung wurde von 2005 bis 2010 betrieben und nach Betrugsvorwürfen geschlossen.

Der Fall hatte bereits im Wahlkampf für Schlagzeilen gesorgt, weil Trump dem zuständigen Richter Gonzalo Curiel wegen dessen mexikanischer Wurzeln Befangenheit vorgeworfen hatte.

Salto rückwärts

Ein Vergleich galt als eine radikale Kehrtwende von Trumps bisherigem Kurs. Bislang hatte er die Anschuldigungen zurückgewiesen und noch im Juni angekündigt, die «Trump University» wieder zu öffnen, «nachdem der Fall gewonnen ist».

(sda/chb)

 

Anzeige