Die Stiftung des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump darf im US-Bundesstaat New York keine Spenden mehr sammeln. Die Stiftung habe sich nicht ordnungsgemäss registriert und damit gegen Gesetze des Bundesstaats verstossen, heisst es in einem Schreiben der Generalstaatsanwaltschaft vom Freitag, das am Montag veröffentlicht wurde. Sollte die Stiftung weiterhin Spenden einnehmen, wäre das ein «fortwährender Betrug». Trumps Stiftung erklärte, sie werde mit den Behörden zusammenarbeiten.

Nach Recherchen der «Washington Post» hat Trump möglicherweise gegen Regeln verstossen, als er mit Geld der Stiftung zwei Selbstportraits für seine privaten Golfclubs gekauft hat. Zudem habe er möglicherweise mit Stiftungsgeld Rechtsanwälte bezahlt. Für Trump sind die Ermittlungen ein weiterer Rückschlag, nachdem die «New York Times» am Wochenende unter Berufung auf Steuerunterlagen berichtete, er habe womöglich 18 Jahre lang keine Steuern gezahlt. Hintergrund für den Verlust waren fehlgeschlagene Geschäfte Anfang der 1990er Jahre.

(reuters/me/chb)