Die türkische Luftwaffe hat am Dienstag ein russisches Kampfflugzeug an der syrischen Grenze abgeschossen. Laut dem türkischen Militärs war die Maschine vor dem Abschuss binnen fünf Minuten zehnmal gewarnt worden, dass sie den türkischen Luftraum verletze.

Russland widersprach dem. Eine russische SU-24 sei bei einem Einsatz über Nordsyrien abgeschossen worden, teilte das Verteidigungsministerium laut der Nachrichtenagentur Interfax mit. Die Maschine haben den syrischen Luftraum nicht verlassen und sei offenbar vom Boden aus in 6000 Metern Höhe beschossen worden.

In ein Waldgebiet abgestürzt

Der türkische Sender Haberturk TV zeigte Bilder eines brennenden Flugzeug, das in einem Waldgebiet abstürzt. Dem Bericht zufolge stürzte die Maschine in der Bergregion im Norden Syriens nahe der türkischen Grenze ab. Auch die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, das Kampfflugzeug sei im Norden des Landes in der Provinz Latakia abgestürzt. Dort habe es zuvor Luftangriffe auf Stellungen von Rebellen gegeben.

Russland unterstützt seit Ende September die syrische Armee im Kampf gegen die Aufständischen mit Luftangriffen. Bilder der Nachrichtenagentur Anadolu zeigten, wie sich offenbar zwei Piloten mit dem Fallschirm retteten. Russische Helikopter suchten nach einem Bericht der türkischen Nachrichtenagentur Dogan nach den Piloten.

Ein Pilot offenbar tot

Einer der Piloten ist nach Angaben von Rebellen tot. Eine Gruppe mit dem Namen Zehnte Brigade verbreitete am Dienstag über das Internet ein Video, das den Leichnam zeigen soll. Zu sehen ist eine leblose Person in Uniform. Dazu heisst es, sie sei «durch die Hände von Rebellen» umgekommen. Nach dem zweiten Piloten werde gesucht. Auch aus Kreisen nahe der moderaten Freien Syrischen Armee (FSA) hiess es, einer der Piloten sei ums Leben gekommen.

(teuerts/dbe)

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— CNN Türk ENG (@CNNTURK_ENG) 24. November 2015