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Kämpfe
Türkei tötet 54 Kurden-Rebellen in drei Tagen

Beerdigung von Aktivisten in Diyarbakir: Die Armee geht mit äusserster Härte gegen Kurden vor. Reuters

Bei einer Offensive der türkischen Armee gegen die PKK sind in den vergangenen Tagen dutzende Anhänger der Kurdenpartei getötet worden. Recep Tayyip Erdogan hat die Vernichtung der PKK angekündigt.

Veröffentlicht am 18.12.2015

Die Türkei verschärft ihren Einsatz gegen kurdische Rebellen an der Grenze zu Syrien und dem Irak. Binnen drei Tagen seien inzwischen 54 Kämpfer der verbotenen Kurdische Arbeiterpartei PKK getötet worden, meldeten staatliche Medien am Freitag.

Die Sicherheitskräfte seien den Extremisten in Silopi und Cizre im Südosten der Türkei «dicht auf den Fersen», berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu. In beiden Orten gilt seit Montag eine Ausgangsperre. Zeugen zufolge waren Schüsse zu hören. In Diyarbakir, der grössten Stadt der Region, blieben Geschäfte aus Protest gegen das Vorgehen der Sicherheitskräfte geschlossen.

10'000 Polizisten und Soldaten im Einsatz

10'000 Polizisten und Soldaten mit Panzerunterstützung sind nach Medienberichten an dem Einsatz beteiligt. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Donnerstag angekündigt, die PKK-Kämpfer würden vernichtet.

Ein vor zwei Jahren vereinbarter Waffenstillstand zwischen der türkischen Regierung und der von der Europäischen Union und den USA als terroristische Organisation eingestuften PKK zerbrach im Juli. Der seit drei Jahrzehnten anhaltende Konflikt brach daraufhin wieder aus.

(sda/gku/ama)

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