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Türkische Notenbank senkt Leitzins auf 7,5 Prozent

Istanbul: Die türkische Notenbank sorgt sich um die heimische Konjunktur. Keystone

Die Notenbank der Türkei hat den wichtigsten Leitzins um 0,25 Punkte auf 7,5 Prozent verringert. Das dürfte Präsident Erdogan gefallen. Er übte zuletzt öffentlich Druck auf die Währungshüter aus.

Veröffentlicht am 24.02.2015

Die Notenbank der Türkei hat ihre Geldpolitik erwartungsgemäss gelockert. Der wichtigste Leitzins für einwöchiges Zentralbankgeld wurde um 0,25 Prozentpunkte auf 7,5 Prozent verringert, wie die Währungshüter am Dienstag in Ankara mitteilten. Die meisten Bankvolkswirte hatten mit einer Reduzierung in diesem Umfang gerechnet.

Zudem senkte die Notenbank zwei weitere Leitzinsen: Der Zins für Übernacht-Ausleihungen sinkt ebenfalls um 0,25 Punkte auf 7,25 Prozent. Der Zinssatz für Übernacht-Ausleihungen wurde um 0,5 Punkte auf 10,75 Prozent reduziert.

Erdogan übt Druck auf Notenbank aus

Die türkische Notenbank steht seit längerem unter politischem Druck, weil sie von der Regierung und Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan regelmässig zu einer lockereren Geldpolitik aufgefordert wird. Damit soll das allenfalls moderate Wachstum gestützt werden. Spielraum erhält die Zentralbank durch die zuletzt schwächere Inflation, eine Folge der stark gefallenen Ölpreise. Als Ölimporteur zählt die Türkei zu den Gewinnern des Ölpreisverfalls. Die Binnenwirtschaft wird entsprechend entlastet.

(awp/moh/ama)

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