Der EU-Ratspräsident Donald Tusk hat ein Abkommen mit der Türkei an wirklich rückläufige Flüchtlingszahlen geknüpft. Das schrieb er in einem in Brüssel veröffentlichten Einladungsschreiben an die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union.

«Zugeständnisse werden nur gerechtfertigt sein, wenn dieses Ziel erreicht ist», war da zu lesen. Ziel seiner Gespräche in Ankara sei es gewesen, den Zustrom von Flüchtlingen nach Europa einzudämmen, erklärte Tusk. Er schlage vor, die gemeinsame Vorgehensweise zu den Themen Türkei und Syrien beim Abendessen zu erörtern. Die Türkei ist das grösste Transitland für Flüchtlinge.

«Grössere Wellen»

Selbst wenn der Andrang von Flüchtlingen während des Winters nachlasse, müsse die EU auf den Frühling und damit auf «grössere Wellen» vorbereitet sein. Alle politischen Führer, mit denen er in der Region gesprochen habe, hätten vor Millionen möglicher neuer Flüchtlinge gewarnt. «Der aussergewöhnlich leichte Zugang nach Europa ist einer der Hauptanziehungsfaktoren», argumentierte Tusk.

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(sda/chb)