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Terror
Über 200 Tote nach Anschlag in Somalia

Trümmerfeld: Am Ort des Anschlags liegen mehrere Häuser in Trümmern. Keystone

Ein Attentäter hat sich in Mogadischu mit einem Lastwagen in die Luft gesprengt. Es ist einer der folgenreichsten Anschläge der letzten Jahre im Land.

Veröffentlicht am 15.10.2017

Die Zahl der Todesopfer des schwersten Anschlags der jüngeren Geschichte in Somalia ist auf mindestens 231 gestiegen. Das bestätigten Polizeikreise sowie Vertreter mehrerer Spitäler in Somalia am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. Andere Quellen sprechen von einer geringeren Anzahl Todesopfer.

Mehr als 200 Menschen wurden verletzt, wie die Polizei am Sonntag weiter mitteilte. Ärzte bemühten sich um die Versorgung der Verletzten, von denen viele schwerste Brandwunden hatten.

Ziel des Anschlags vom Samstag war offenbar ein Hotel an einer belebten Strasse im Bezirk Hodan, das bei der gewaltigen Explosion grösstenteils zerstört wurde. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Die Regierung machte aber die Terrormiliz Al-Shabaab verantwortlich.

Gebäude teilweise eingestürzt

Ein Attentäter hatte sich am Samstag in einem Lastwagen in die Luft gesprengt, wie Augenzeugen berichteten. Die Explosion habe umliegende Gebäude massiv beschädigt, berichtete ein dpa-Reporter, der sich zu der Zeit des Anschlags in der Nähe befand. Einige Gebäude waren teilweise eingestürzt.

In Somalia kommt es immer wieder zu Anschlägen durch Al-Shabaab. Die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida in Verbindung stehenden militanten Sunniten wollen in dem Land am Horn von Afrika einen sogenannten Gottesstaat mit strikter Auslegung des islamischen Rechts errichten.

(sda/gku)

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