Ein UNO-Bericht zeigt: In Afghanistan haben mehr als 22'000 Menschen seit Jahresbeginn wegen der anhaltenden Gewalt ihre Heimatdörfer verlassen müssen. Demnach sind in 20 der 34 Provinzen Menschen vertrieben worden. Mehr als ein Drittel von ihnen hätten Zuflucht in Gegenden gefunden, die für Helfer schwer erreichbar sind.

Der Bericht umfasst auch bereinigte Zahlen der Kriegsvertriebenen im vergangenen Jahr: Demnach hat der sich verschärfende Konflikt mit den radikalislamischen Taliban 2016 mehr als 652'000 Afghanen heimatlos gemacht. Für 2017 erwartet die UNO mindestens 450'000 Binnenflüchtlinge.

Kämpfe in Provinz Kandahar

Allein in der vergangenen Woche sahen UNO-Beobachter Gefechte in den Provinzen Baghlan, Kundus, Fariab, Nangarhar, Laghman, Kunar, Kapisa, Farah, Bamian, Badghis, Helmand und Urusgan.

Die neue Woche begann mit Kämpfen in der südafghanischen Provinz Kandahar, bei denen nach Angaben von Provinzrat und Polizei in der Nacht zum Montag mindestens fünf Soldaten getötet wurden.

(sda/chb)