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Überläufer aus Nordkorea werden reich belohnt

Nordkoreanischer Grenzsoldat: Er weiss wohl nicht genug für die volle Belohnung. Keystone

Südkorea will hochrangigen Überläufern mit wichtigen Informationen umgerechnet bis zu 874'000 Franken bezahlen. So soll die Sicherheit des Landes gegen einen Angriff aus dem Norden verbessert werden.

Veröffentlicht am 05.03.2017

Südkorea will Überläufern aus Nordkorea, die über vertrauliche Informationen verfügen, laut einem Medienbericht künftig eine deutlich höhere Belohnung zahlen. Der Betrag werde vervierfacht, auf umgerechnet bis zu 874'000 Franken, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Sonntag.

Voraussetzung sei, dass die Überläufer mit geheimen Informationen zur Verbesserung der Sicherheit Südkoreas beitragen. Wie viel ihnen letztlich gezahlt werde, hänge aber von der Wichtigkeit der Informationen ab.

Lebensunterhalt als Hürde

Die Regierung in Seoul sei bestrebt, mehr Mitglieder des nordkoreanischen Führungszirkels zur Flucht nach Südkorea zu ermuntern, berichtete Yonhap. Die Frage, wie sie nach der Flucht ihren Lebensunterhalt finanzieren sollen, stelle für viele derzeit noch eine grosse Hürde dar, zitierte die Nachrichtenagentur einen südkoreanischen Regierungsvertreter.

Überläufer aus dem abgeschotteten Nordkorea versorgen Seoul immer wieder mit wichtigen Geheimdienstinformationen. Als einer der ranghöchsten Diplomaten der vergangenen Jahre hatte sich im August 2016 der stellvertretende Botschafter Nordkoreas in London, Thae Yong Ho, zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn nach Südkorea abgesetzt.

(sda/gku)

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