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Steuern
Ueli Maurer befürchtet Rückzug von US-Firmen

Ueli Maurer: Bei einem Nein wäre ein Sparprogramm in Milliardenhöhe nötig.

Finanzminister Ueli Maurer warnt vor einem Nein zur USR III. Die Schweiz falle sonst aus den Top fünf der Firmenstandorte.

Von David Vonplon
am 18.01.2017

Bundesrat Ueli Maurer warnt vor den negativen Konsequenzen für den Unternehmensstandort Schweiz, wenn die Stimmbevölkerung die Unternehemssteuerreform III ablehnt: «Kommt die Reform nicht, fällt die Schweiz aus den Top Five heraus», sagt der Finanzminister im Gespräch mit der «Handelszeitung».

Ein Katalysator ist für Maurer die Wahl von Donald Trump: «Wenn der neue US-Präsident seine Wahlversprechen einhält und die Unternehmenssteuern auf 15 Prozent absenkt, dann werden die amerikanischen Unternehmen zurückwandern.» Allein schon die Ankündigung von Trump, die Steuern zu senken, zeige die globale Dynamik im Fiskalwettbewerb.

Steuerausfälle verkraftbar

Laut Maurer sind die Steuerausfälle, welche die Reform verursacht, für das Land verkraftbar: «Wir sprechen auf Stufe Bund von gut 1 Milliarde Franken Ausfällen. Verteilt auf die vielen Firmen, die von der Steuerpolitik profitieren, ist das nicht alle Welt.»

Spricht sich die Schweiz gegen die Reform aus, rechnet der SVP-Magistrat mit einem Gesetzesprozess, der vier bis fünf Jahre dauert – und einer Vorlage, die «mit Sicherheit teurer würde». Um die damit verbundenen Steuerausfälle zu kompensieren, wäre laut Maurer in den nächsten zehn Jahren ein Sparprogramm in Milliardenhöhe notwendig.

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