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Ueli Maurer: «Eine Katastrophe für die Schweiz»

Ueli Maurer: «Wir hätten nichts mehr».   Keystone

Der Bundesrat will Kampfjets durch Drohnen und Raketen ersetzen. Zudem warnt Ueli Maurer vor einem Scheitern des Gripen an der Urne. Dies hätte einen gewaltigen Imageschaden für die Schweiz zur Folge.

Veröffentlicht am 27.04.2014

Einst hatte die Armee 400 Flieger, künftig werden es im Fall eines Volks-Ja in drei Wochen noch 22 Gripen und 32 F/A-18 sein. Verteidigungsminister Ueli Maurer denkt bereits darüber nach, wie die F/A-18 ersetzt werden sollen, denn der Beschaffungsprozess ist sehr langwierig. Im Interview mit der Zeitung «Schweiz am Sonntag», sagt der SVP-Bundesrat, die Armee habe ein «Projekt zur Boden-Luft-Abwehr gestartet».

Maurer sagt: «Mit unseren aktuellen Fliegerabwehr-Systemen kommt man etwa auf 3000 Meter hinauf. Darüber können wir uns nur mit den Jets schützen. Mit unserem neuen Projekt, mit dem wir etwa 2018 ins Rüstungsprogramm und 2020 in die Beschaffung gehen können, stärken wir die Fliegerabwehr. Es läuft letztlich auf Raketen hinaus.»

«Wir hätten nichts mehr»

Es sei denkbar, dass ein Teil der F/A-18 «durch Drohnen und ein Raketenabwehrsystem» ersetzt würden. Das hänge von der Bedrohungslage ab. Heute hat die Armee nur Aufklärungsdrohnen, aber keine Kampfdrohnen.

Ueli Maurer warnt in der «Schweiz am Sonntag» vor einer Ablehnung des Gripen. Die Luftpolizei wäre dann ab 2025 am Ende, «wir hätten nichts mehr». Maurer sieht gar «eine Katastrophe für den Standort Schweiz»: «Wir könnten keine internationalen Konferenzen mehr beschützen. Das könnte sogar den UNO-Sitz in Genf gefährden. Das wäre ein gewaltiger Imageschaden für die Schweiz.»

(dbe)

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