Verteidigungsminister Ueli Maurer will mögliche Lecks in seinem Departement stopfen. Das Kernteam, das den Kauf schwedischer Gripen-Kampfjets für die Schweizer Luftwaffe vorbereitet, muss sich noch einmal durchleuchten lassen.

«Bundesrat Ueli Maurer hat eine Personensicherheitsprüfung für die Schlüsselpersonen der Gripen-Beschaffung angeordnet», sagt Peter Minder, Chef Kommunikation im Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), der «NZZ am Sonntag».

Wie viele Personen betroffen sind, will das VBS nicht kommunizieren. Konkrete Verdachtsmomente gegen bestimmte Personen lägen nicht vor. «Der Chef VBS will sich bei den wichtigsten Personen absichern», sagt Minder.

«Der Kreis jener Personen, der die sehr vertraulichen Informationen erhält, ist verkleinert worden», sagt Minder. Einzelheiten dazu würden aus Sicherheitsgründen nicht publiziert.

Anlass für die aussergewöhnlichen Massnahmen ist ein Bericht der Zeitung «Le Matin Dimanche». Demnach hatte Cheftester Gérald Levrat die neuste Version des Gripen nach ersten Testflügen als «Messer mit stumpfer Klinge» bezeichnet.

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Das Zitat stammte aus geheimen Sitzungsprotokollen jener Nationalrats-Subkommission, welche die Evaluation untersucht. Die Bundesanwaltschaft bestätigt, auf Anzeige der sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrats ein Strafverfahren gegen Unbekannt eröffnet zu haben.

(aho)