Am Samstag präsentierten die Staatsanwaltschaft und das Innenministerium die Ausbeute von dutzenden Hausdurchsuchungen im Umfeld des ehemaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch. Besonders schamlos bereichert hat sich offenbar der ehemalige Energieminister Eduard Stawizki. Bei der Durchsuchung seines Wohnhauses haben die Ermittler Gold, Schmuck und Bargeld im Wert von rund 5 Millionen Franken sichergestellt.

Stawizki war als Energieminister für die Rohstoffverhandlungen mit Russland zuständig. Das Geld und die weiteren Wertgegenstände wurden nach Medienberichten in einer Wohnung des ex-Ministers sichergestellt, wo zum Zeitpunkt der Razzia gerade in grossem Stil Akten geschreddert wurden.

Janukowitschs Diktatorenvilla

Bereits im Februar war Wiktor Janukowitsch Hals über Kopf aus Kiew geflohen und hatte dabei sein Luxusanwesen zurücklassen müssen. Die Villa wurde von Aktivisten gestürmt und der staunenenden Weltöffentlichkeit präsentiert.

Neben einem Privatzoo und einer Autosammlung kam auch viel unnützer Kitsch zum Vorschein. So schwamm etwa eine massstabsgetreue Nachbildung einer spanischen Galeone auf dem künstlichen See im Garten des Anwesens.