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Krisenregion
Ukraine: Erstmals wird in Debalzewe gekämpft

Ukrainische Regierungssoldaten: Viele sind offenbar in Debalzewe eingekesselt. Keystone

Die Waffenruhe hält nicht: In der strategisch wichtigen Stadt Debalzewe in der Osturkaine ist es erstmals zu Kämpfen gekommen. Die prorussichen Separatisten sprechen von vielen Toten.

Veröffentlicht am 17.02.2015

Trotz einer seit Sonntag geltenden Waffenruhe sind in den Strassen der strategisch wichtigen Stadt Debalzewe erstmals Kämpfe zwischen der ukrainischen Armee und prorussischen Separatisten ausgebrochen. Dies bestätigten Vertreter beider Seiten.

Nach Angaben der Regionalpolizei drangen bewaffnete Separatisten in die Stadt ein. «Der Vormarsch verläuft sehr aktiv. Ein grosser Teil der Stadt befindet sich unter unserer Kontrolle», sagte ein Sprecher der Aufständischen der Agentur Interfax. Es gebe «viele Opfer» bei den Regierungseinheiten, Dutzende andere Soldaten würden kapitulieren.

Soldaten eingekesselt

Am Donnerstag vergangener Woche war in der weissrussischen Hauptstadt Minsk nach langen Verhandlungen ein Friedensplan zwischen der ukrainischen Regierung und den prorussischen Rebellen geschlossen worden. Dieser sieht neben der Waffenruhe den Abzug aller schweren Waffen von der Frontlinie ab Dienstag vor.

Dennoch gab es schon am Sonntag und Montag immer wieder Artilleriegefechte zwischen Tausenden ukrainischen Soldaten, die in Debalzewe eingekesselt sind, und den sie belagernden Separatisten. Debalzewe ist ein wichtiger Bahnknotenpunkt zwischen den Rebellenhochburgen Donezk und Lugansk.

(sda/tno)

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