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Gewalt
Ukraine-Konflikt: Über 1100 Tote seit April

Kerzenlichter für die abgestürzte Malaysia-Maschine:

Laut Uno sind seit dem Ausbruch des Ukraine-Konflikts mindestens 1129 Menschen getötet worden. Der mutmassliche Abschuss des malaysischen Fliegers könne als Kriegsverbrechen gewertet werden.

Veröffentlicht am 28.07.2014

Seit Mitte April sind im Ukraine-Konflikt nach UN-Angaben mehr als 1000 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 1129 seien getötet und 3442 verletzt worden, teilten UN-Beobachter in ihrem vierten Monatsbericht mit, der in Genf vorgelegt wurde.

Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, sprach angesichts der eskalierenden Kämpfe um Donezk und Luhansk im Osten des Landes von einer extrem alarmierenden Situation. Der mutmassliche Abschuss eines malaysischen Passagierflugzeugs über der Ostukraine Mitte Juli könnte nach ihren Worten als Kriegsverbrechen angesehen werden.

Vorwürfe an ukrainische Armee

Der ukrainischen Armee wird in dem Bericht vorgeworfen, bei ihren Militäraktionen den Schutz von Zivilisten vernachlässigt zu haben. Weiter wird in dem Dokument festgestellt, dass bewaffnete Gruppen öffentliche Einrichtungen angegriffen, Banken ausgeraubt und Eisenbahngleise gesprengt hätten. Seit Monaten liefern sich prorussische Separatisten heftige Kämpfe mit dem ukrainischen Militär. 

(reuters/dbe/vst)

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