Nach dem Tod eines US-Mitarbeiters der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in der Ostukraine hat US-Aussenminister Rex Tillerson mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko telefoniert. Nach Angaben eines Sprechers sagte Tillerson, Washington sei zwar an verbesserten Beziehungen zu Moskau interessiert, doch sei Russlands Rolle im Ostukraine-Konflikt ein Hindernis.

Tillerson bekräftigte seine Unterstützung für die territoriale Integrität und Souveränität der Ukraine. Die Sanktionen blieben so lange in Kraft, bis Russland die annektierte Krim-Halbinsel an die Ukraine zurückgegeben und seine Zusagen im Rahmen des Friedensabkommens von Minsk eingehalten habe, fügte der US-Minister hinzu. Gleichzeitig forderte er die Behörden in Kiew auf, ihren Reformprozess ebenso wie den Kampf gegen Korruption fortzusetzen.

Minenexplosion fordert Opfer

Nach OSZE-Angaben fuhr ein Beobachterteam der Mission mit seinem Wagen im Rebellengebiet Lugansk über eine Mine. Dabei wurde zum ersten Mal seit Beginn des Ukraine-Konflikts vor drei Jahren ein OSZE-Mitarbeiter getötet, zwei weitere Vertreter wurden verletzt. Rund 600 OSZE-Beobachter überwachen in dem zwischen prorussischen Separatisten und der Regierung in Kiew umkämpften Osten des Landes eine Waffenruhe, die jedoch immer wieder gebrochen wird.

Immer wieder werden Zivilisten und Soldaten auch durch Landminen getötet - bisher sind nur 3000 Hektar des insgesamt 700'000 Hektar umfassenden Konfliktgebietes laut Verteidigungsministerium von Landminen gesäubert. Demnach könnte es zehn bis 15 Jahre dauern, bis das Gebiet völlig frei von Minen ist.

(sda/ise)