Die Ukraine will das Assoziierungsabkommen mit der EU «so schnell wie möglich» unterzeichnen. Das sagte der ukrainische Premier Arseni Jazenjuk am Donnerstag nach dem Treffen mit den 28 EU-Staats und Regierungschefs. Sein Land sei dazu bereit.

Jazenjuk machte zudem deutlich, dass er von allen Beteiligten erwartet, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um die Situation zu entschärfen. Es könne doch nicht sein, dass man im 21. Jahrhundert über Krieg spreche. Die militärische Aggression Russland «muss ein Ende haben». Es dürfe keine «neue Berliner Mauer» geben. Doch Russland scheine sich nicht wirklich auf Gespräche und Verhandlungen eingestellt zu haben, sagte der ukrainische Premier. Für Jazenjuk wäre daher eine internationale Kontaktgruppe ein erster Schritt.

«Neue Beziehungen zwischen Ukraine und Russland»

An die Adresse des russischen Präsidenten Wladimir Putin sagte der Ukrainer: «Wir brauchen neue Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland, wir sind zur Kooperation bereit.» Aber im Falle einer Eskalation «sind wir bereit, unser Land zu beschützen. Wir haben zwar weniger Waffen, wir haben auch keine Nuklearwaffen, aber wir haben den Mut dazu», sagte er.

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Dem Referendum des Krim-Parlaments für einen Anschluss an Russland erteilte der Regierungschef eine klare Absage. Dieses habe keinerlei rechtliche Grundlage. «Die Krim ist, war und wird ein integraler Teil der Ukraine bleiben», sagte er dezidiert.

Das Parlament der Halbinsel hatte sich laut russischen Staatsagenturen am Donnerstag für einen Beitritt zu Russland ausgesprochen. Die Entscheidung solle am 16. März durch eine Volksabstimmung bestätigt werden.

(sda/moh)