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Konflikt
Ukrainische Armee rückt aus Debalzewe ab

Ukraine: Rückzug aus umkämpfter Stadt Debalzewe. Keystone

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko bestätigt den Abzug seiner Armee aus der strategisch wichtigen Stadt Debalzewe.

Veröffentlicht am 18.02.2015

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat den Abzug der Armee aus der strategisch wichtigen Stadt Debalzewe bestätigt. Dieser gehe planmässig und organisiert vonstatten, sagte der Staatschef am Mittwoch kurz vor seinem Abflug aus Kiew an die Front. 80 Prozent der Kämpfer hätten sich bereits mit ihren Waffen zurückgezogen. Zwei weitere Kolonnen sollten folgen. Die ukrainischen Einheiten hätten mit der Verteidigung Debalzewes ihre Pflicht erfüllt und der Welt «das wahre Gesicht der Banditen und Separatisten gezeigt, die von Russland unterstützt werden».

Waffenruhe gilt eigentlich seit Sonntag

Russlands Aussenminister Sergej Lawrow sagte unterdessen in Moskau, dass mit Ausnahme Debalzewes die vereinbarte Waffenruhe «praktisch entlang der gesamten Front beachtet» werde. In einigen Regionen bestehe zudem die Bereitschaft, schwere Waffen abzuziehen. So zumindest hätten es die Milizen öffentlich erklärt.

Die Waffenruhe war nach der in Minsk getroffenen Vereinbarung am Sonntag in Kraft getreten. In Debalzewe war aber weitergekämpft worden. Mit dem Abzug der schweren Waffen sollte am Dienstag begonnen werden.

(reuters/chb)

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