Ein Grossteil der insgesamt 438 Soldaten wolle vorerst in Russland bleiben, sagte Wassili Malajew vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB, der für den Grenzschutz zuständig ist, der Agentur Interfax zufolge. Sie waren bei heftigen Gefechten über die Grenze geraten. Dies wies die Ukraine mit Nachdruck zurück. Die Einheit sei bei Kämpfen lediglich ausgewichen, sagte Presseoffizier Alexej Dmitraschkowski. «Es wurde bis zur letzten Patrone gefeuert», betonte er.

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In der umkämpften Ostukraine ist ein Teil der Regierungseinheiten zwischen den Grenzübergängen Iswarino und Marinowka von Aufständischen eingekesselt und von der Versorgung abgeschnitten. Zahlreiche bei den Kämpfen verletzte ukrainische Soldaten wurden bereits in russischen Spitälern behandelt.

Verbleibende Hochburgen der Separatisten

Die ukrainische Armee verlegt derweil nach russischen Angaben Kurzstreckenraketen und Raketenwerfer in die Umgebung der Industriestadt Donezk. «Wieviele weitere Menschenleben werden diese Waffen kosten?», hiess es in einer Stellungnahme des Aussenministeriums in Moskau. Donezk zählt neben Luhansk zu den verbleibenden Hochburgen der Separatisten im Osten der Ukraine.

In den vergangenen Tagen gelang es den ukrainischen Streitkräften, die Rebellen immer weiter zurückzudrängen. Der Westen hält Russland vor, die Rebellen zu unterstützen. Russland wirft im Gegenzug den USA und Europa vor, den Umsturz der früheren russlandfreundlichen ukrainischen Regierung herbeigeführt zu haben.

(sda/reuters/se)