Die Ukraine lehnt den Abzug ihrer Artillerie aus den umkämpften Gebieten im Osten des Landes ab und begründet das mit dem Bruch der Waffenruhe durch die Separatisten. Die Rebellen hielten sich nicht an die Abmachungen von Minsk, sagte ein Militärsprecher in Kiew.

Seit Beginn des Waffenstillstands in der Nacht zum Sonntag seien mindestens 5 Soldaten getötet und 25 verletzt worden. Vor allem um den Verkehrsknotenpunkt Debalzewe, der die Rebellengebiete von Donezk und Luhansk trennt, war trotz der vereinbarten Waffenruhe weiter gekämpft worden. Auch in Donezk meldete das ukrainische Militär den Beschuss eines Stadtteils durch prorussische Rebellen. Die eigenen Truppen hielten sich aber an den Waffenstillstand.

50 Kilometer Pufferzone

In Minsk hatten die Kriegsparteien in der vergangenen Woche einen Waffenstillstand beschlossen. Zudem sollte spätestens zwei Tage nach der Waffenruhe mit dem Abzug schwerer Waffen aus einer mindestens 50 Kilometer breiten Pufferzone begonnen werden. Ausgehandelt wurde das Abkommen von Deutschland, Frankreich, der Ukraine und Russland.

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Der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert sagte in Berlin, in der Telefonkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Präsidenten Frankreichs, Russlands und der Ukraine am Sonntag habe Einigkeit bestanden, dass ab Dienstag mit dem vereinbarten Abzug schwerer Waffen begonnen werden müsse.

(reuters/tno/ama)