Die Uno-Kulturorganisation Unesco hat die Sprengung der Ruinen eines antiken Tempels im syrischen Palmyra durch die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) als Kriegsverbrechen eingestuft.

«Diese Zerstörung ist ein neues Kriegsverbrechen sowie ein riesiger Verlust für das syrische Volk und die Menschheit», erklärte Unesco-Chefin Irina Bokova am Montag. «Die Täter müssen zur Rechenschaft gezogen werden.»

Tempel von Baal-Schamin gesprengt

Nach Angaben der syrischen Antikenverwaltung vom Sonntag wurden die Ruinen des Tempels von Baal-Schamin mit einer grossen Menge Sprengstoffs in die Luft gejagt. Auch die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte die Zerstörung durch die Dschihadisten.

Der IS hatte die antike Stadt Palmyra Ende Mai erobert. Seither besteht die Sorge, dass die Extremisten die zum Weltkulturerbe der Unesco gehörenden Schätze der Stadt zerstören. Mehrere Mausoleen wurden bereits geplündert, Skulpturen zerstört und die grösseren Ruinen vermint.

(sda/gku/ama)

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