Eine neue Steuer über 35 Prozent auf alle Kapitalgewinne auf Gelder, die von Ungaren in der Schweiz gehalten werden, soll gemäss Bericht des Finanzportals «finews.ch» die Staatskassen füllen.

Hintergrund ist die Ende 2012 ausgelaufene Steueramnestie: Während zwei Jahren erlaubte es das Land, Gelder für eine Steuer von nur zehn Prozent zu repatriieren, wie das «Wall Street Journal» (WSJ) berichtet.

In diesem Zeitraum hätten die ungarischen Bürger 67 Milliarden Forint (284 Millionen Franken) ins eigene Land gebracht, was aber nur einem Bruchteil derjenigen Gelder entspräche, die die ungarische Regierung im Ausland vermutet. Gemäss «WSJ» soll rund eine Billion Forint (4,24 Milliarden Franken) am Fiskus vorbeigeschleust werden.

Einen Grossteil vermutet der ungarische Stabschef Janos Lazar, auf Schweizer Bankkonten. Deshalb will Ungarn ein neues Steuerabkommen mit der Schweiz - ganz nach dem Vorbild wie beispielsweise mit Grossbritannien, bei dem eine 35-prozentige Kapitalgewinnsteuer anfällt.

«Ein Abkommen zwischen der Schweiz und Ungarn bezüglich Steuern auf ungarische Gelder, die bei Schweizer Banken gehalten werden, kann nicht ausgeschlossen werden. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass die Schweiz Kundendaten zu den Geldern oder den Besitzern ausliefert», wird der ungarische Steuerexperte Sandor Szmicsek vom «Wall Street Journal» zitiert.

(vst/tke)

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