Die Anlehnung an die Medien ist bewusst: Das Spannungsfeld zwischen fortschreitender Medienkonzentration und der wichtigen Medienvielfalt betreffe die SVP ganz direkt, hält die Partei in einem Communiqué fest.

In Bezug auf die SVP würden Medien «gerne über Personalien und Befindlichkeiten» berichten, aber «nur beschränkt über die politischen Ziele und deren Umsetzung im Alltag». Die SVP will mit ihrem «Extrablatt» deshalb zur Meinungsvielfalt beitragen.

Kosten wird das «Extrablatt» nach Angaben der SVP 950'000 Franken. Die Partei bestätigte auf Anfrage einen entsprechenden Bericht der «Basler Zeitung», in deren Druckerei das Produkt gedruckt wird. Inserate enthält es nicht. Die Auflage von knapp vier Millionen Stück verteilt sich wie folgt: Rund 2,8 Millionen Exemplare in Deutsch, gegen 970'000 in Französisch und 185'700 in Italienisch.

Ob die SVP weitere Extrablätter dieser Art herausgeben wird, liess Parteipräsident Toni Brunner gegenüber der «Basler Zeitung» offen. Die SVP wolle zuerst die Reaktionen abwarten.

Inhaltliche Schwerpunkte im Blatt sind die Europapolitik und der künftige Weg der Schweiz, Zuwanderung, Herausforderungen für den Werk- und Finanzplatz und Strassenverkehr. Die SVP will auch darlegen, warum sie Bildung und Familie als eines ihrer Kernthemen ansieht. Zu Wort kommen Parteiexponenten und als Gastautoren.

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(vst/jev/sda)