Die Universität Zürich weist die Mobbingvorwürfe von Christoph entschieden zurück. Der wissenschaftliche Mitarbeiter und Konservator des Medizinhistorischen Museums ist am Morgen per sofort freigestellt worden.

Die Universität wirft Mörgeli eine Verletzung der Loyalitätspflicht vor. Das Vertrauensverhältnis sei massiv und unwiderbringlich zerstört, sagte Universitätsrektor Andreas Fischer vor den Medien.

Mörgeli habe in den vergangenen Tagen wiederholt in den Medien Vorwürfe gegen seinen Vorgesetzten Flurin Condrau, Leiter des Medizinhistorischen Instituts und Museums, erhoben. So habe Mörgeli unter anderem die Einleitung von Straf- und Disziplinarverfahren gegen Condrau gefordert, sagte Fischer.

Zudem habe er Mitarbeitende des Mobbings bezichtigt und geltend gemacht, als SVP-Mitglied keine Unterstützung durch die Uni erhalten zu haben. Er war zudem der Meinung, dass es an der Universität für einen SVP-Politiker offensichtlich keinen Platz gebe. Diese Vorwürfe wies Rektor Fischer entschieden zurück.

Die im Akademischen Bericht 2011 geäusserte Kritik an Mörgelis Arbeit als Konservator sei dem Historiker bereits seit November 2011 bekannt gewesen. Auch sei er bei der Mitarbeiterbeurteilung vom Februar dieses Jahres auf seine ungenügenden Leistungen hingewiesen worden.

Die Universität gewährt dem Historiker und SVP-Nationalrat eine sechsmonatige Kündigungsfrist. Eine Rückkehr ist laut Fischer «nach dem medial ausgetragenen Konflikt» jedoch nicht mehr denkbar. Gegen den Entscheid kann Mörgeli Rekurs erheben. Nicht betroffen von der Kündigung ist seine Stellung als Titularprofessor, wie die Universität bekanntgab.

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(laf/aho/sda)