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UNO bedauert Scheitern der Zypern-Gespräche

Grenzzaun auf Zypern: Die Insel ist seit 1974 geteilt. Keystone

Die UNO überdenkt nach dem Scheitern der Verhandlungen um die Zukunft des geteilten Landes ihre Präsenz auf der Insel. Wichtigster Streitpunkt sind die 35'000 türkischen Soldaten in Nordzypern.

Veröffentlicht am 19.07.2017

Nach dem Scheitern der Friedensgespräche für Zypern wollen die Vereinten Nationen ihre Präsenz auf der Mittelmeerinsel überdenken. Die UNFICYP genannte Mission wurde zwar vorerst um ein halbes Jahr verlängert, wie der UNO-Sicherheitsrat am Dienstag in New York entschied. Sie werde aber überprüft werden, sagte Missionsleiterin Elizabeth Spehar. Ohne Friedensprozess gebe es für das Team nicht viel zu tun.

«Wir müssen zugeben, dass es ein kollektives Versagen beim Zusammenbasteln eines Abkommens gab», sagte der zuständige UNO-Sonderbeauftragte Espen Barth Eide. Es sei aber «nicht die Zeit, um nach Schuldigen zu suchen». Die UNO blieben offen für eine Wiederaufnahme der Gespräche.

Ziel ist eine Föderation

Die Bemühungen für eine Lösung des Zypern-Konfliktes waren Anfang des Monats gescheitert, hauptsächlich an der Frage des Abzugs der rund 35'000 türkischen Besatzungssoldaten aus dem türkisch-zyprischen Norden der seit 1974 geteilten Insel.

Ziel der seit Jahren andauernden Verhandlungen war die Bildung einer Föderation zwischen zwei politisch gleichberechtigten Bundesländern - einem griechisch-zyprischen im Süden und einem türkisch-zyprischen im Norden.

(sda/gku)
 

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