1. Home
  2. Politik
  3. Unternehmer starten Gratis-Airbnb für Flüchtlinge

Wohnungssuche
Unternehmer starten Gratis-Airbnb für Flüchtlinge

Notunterkunft in Salzburg: Europa kommt an seine Grenzen. Keystone

In wenigen Tagen haben drei Jungunternehmer eine Webseite gestartet, um die Not bei der Unterbringung der Flüchtlinge zu lindern. Es funktioniert wie eine Art kostenloses Airbnb.

Veröffentlicht am 23.09.2015

Drei junge Start-Up-Unternehmer in den Niederlanden haben in Anlehnung an Internetseiten zur Suche nach Ferienwohnungen eine Website für Flüchtlingsunterkünfte gestartet.

Auf der in nur vier Tagen aus dem Boden gestampften Internetseite refugeehero.com wird allerdings kein Geld für die zeitweise Unterbringung von Flüchtlingen gezahlt. Vielmehr können Privatleute, Schulen, Kirchen oder andere Organisationen dort Räume kostenlose anbieten und eine Kontakt-Telefonnummer hinterlassen.

«Ineffiziente» Behörden

Seit dem Start am Montag haben bereits mehr als 60 Menschen Unterkünfte angeboten, nicht nur in den Niederlanden, sondern auch in Irland, Schweden oder Frankreich. Einer der Mitbegründer der Website, der 25-jährige Jamal Oulel, sagte der Nachrichtenagentur AFP, der offizielle Weg zur Flüchtlingsunterbringung sei «ineffizient».

«Wir dachten uns, wir können das billiger und schneller und effizienter machen.» Da die drei Gründer jedes Angebot für eine Unterkunft persönlich überprüfen, ist wegen der vielen Meldungen schon ein Rückstand aufgelaufen.

(sda/ise/chb)

Anzeige