Ab August sollen in der Schweiz verschärfte Regeln für den Stromverbrauch von TV-Boxen gelten. Der Bundesrat entscheidet noch vor der Sommerpause über die revidierte Energieverordnung für Elektrogeräte. Nun schlägt UPC Cablecom Alarm: «Falls unseren Bedenken in der finalen Fassung Rechnung nicht getragen werden, könnte es deshalb theoretisch künftig zu Importrestriktionen kommen», sagt Sprecher Marc Maurer der «Handelszeitung».

Sondergenehmigung vom Bund

UPC Cablecom hat für ihre TV-Box Horizon vom Bund eine Sondergenehmigung erhalten, die Ende Jahr ausläuft. Das Bundesamt für Energie hat Horizon einen zusätzlichen jährlichen Stromverbrauch in der Höhe einer Gefriertruhe zugestanden, weil die UPC-Box Funktionen hat, die bisher vom Gesetz nicht erfasst wurden.

Strenger als EU

Da momentan die Revision der EnV anstehe, könnte es theoretisch zu Beeinträchtigungen für UPC Cablecom kommen, sagt Sprecher Marc Maurer. Dies für den Fall, dass die Energieverordnung nicht wie bis anhin ans EU-Recht angeglichen werde. Der Branchenverband Swisscable warnt denn auch in seiner Vernehmlassungsantwort: «Wenn die schweizerischen Vorschriften von denjenigen der EU abweichen, werden folglich schlicht keine entsprechenden Geräte hergestellt.»

Kein Sonderfall Schweiz

Eine Sonderproduktion für die Schweiz gebe es nicht. Entsprechend besorgt zeigt sich Liberty Global, die amerikanische Muttergesellschaft von UPC Cablecom: «Sollte die Schweizer Regulierung weiterhin von der europäischen abweichen, dann hätte dies einen negativen Effekt auf das Geschäft von UPC Cablecom.»

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