Die USA entsenden auf Bitte der Regierung in Ankara Spezialkräfte nach Syrien. Die Soldaten sollten die türkische Armee und gemässigte Rebellengruppen bei ihrem Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unterstützen, sagte ein Pentagon-Sprecher in Washington am Freitag. Nach Angaben aus dem Pentagon handelt es sich um «mehrere dutzend» US-Soldaten. Die US-Armee hat im Norden Syriens bereits mehrere dutzend Spezialkräfte im Einsatz, um die kurdischen Milizen im Kampf gegen die Terrormiliz zu unterstützen.

Brisant an dem neuen US-Einsatz ist, dass die türkische Armee mit ihrer Militärintervention in Syrien neben den Dschihadisten auch die Kurden zurückdrängen will. Seit Beginn der türkischen Bodenoperation in Syrien Ende August gab es daher wiederholt Gefechte zwischen der türkischen Armee und von den USA unterstützten Kurdenmilizen.

Rebellen gegen US-Präsenz

Syrische Rebellen berichteten zudem, eine kleine Anzahl amerikanischer Militärangehöriger sei in den syrischen Ort Al-Rai nahe der Grenze zur Türkei gekommen. Dabei sei es um die Koordinierung von Luftangriffen gegen den IS gegangen.

Syrische Rebellen hätten aber gegen die Präsenz der etwa fünf oder sechs Amerikaner in dem Ort protestiert, woraufhin diese sich zurückgezogen hätten. Die oppositionsnahe Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete ebenfalls über den Vorfall. Nach ihren Angaben hielten sich die US-Militärs weiterhin auf syrischem Boden auf.

Die Amerikaner seien im Rahmen des Einsatzes «Schild Euphrat» gekommen, sagte ein hochrangiger Rebellenvertreter. Mit der Operation unterstützt die Türkei militärisch Aufständische im Kampf gegen Islamisten entlang der Grenze.

(sda/gku)