Das Geld, das auf einem Konto bei der Wegelin-Korrespondenzbank UBS im US-Bundesstaat Connecticut gelegen hatte, war bereits im Februar beschlagnahmt worden. Der New Yorker Staatsanwalt Preet Bharara erklärte, das nun eingezogene Geld werde nun bei der US-Notenbank hinterlegt.

Die Staatsanwaltschaft wirft der ältesten Schweizer Bank vor, reichen Amerikanern geholfen zu haben, mindestens 1,2 Milliarden Dollar vor den Steuerbehörden zu verstecken. Kurz vor der Anklageerhebung hatte Wegelin den grössten Teil des Geschäfts an die Raiffeisen Bank verkauft.

Die Anklage ist Teil eines US-Feldzugs gegen Steuerhinterziehung. Insgesamt sind in den USA bisher mindestens zwei Dutzend Schweizer Banker und Dutzende von US-Kunden angeklagt worden. Neben Wegelin stehen weitere zehn Schweizer Banken im Visier der Amerikaner.

Die Aktionen gegen die Schweizer Banken begannen 2007 mit einer Untersuchung gegen die UBS. Das Verfahren, in das sich dann auch der Bundesrat einschalten musste, endete damit, dass die UBS 780 Millionen Dollar Strafe zahlte und mit dem Segen des Bundes die Namen von 4450 US-Kunden herausgab. Andere Banken, darunter Wegelin, boten den Kunden Zuflucht an.

(laf/sda)

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