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US-Ministerin: «Fifa bis in die höchsten Ebenen korrupt»

US-Justizministerin Loretta Lynch: Setzt wenig Hoffnung in Reformeifer. Keystone

Die amerikanische Justizministerin Loretta Lynch zweifelt am Reformeifer der Fifa. Jedes Mal, wenn bisher korrupte Funktionäre abgesetzt worden seien, hätten ihre Nachfolger genauso weitergemacht.

Veröffentlicht am 03.06.2015

Die amerikanische Justizministerin Loretta Lynch setzt keine grossen Hoffnungen in den Reformeifer des Fussball-Weltverbandes Fifa. Die Fifa sei bis in die höchsten Ebenen korrupt, sagte sie im Interview der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».

«Wirklich beunruhigend ist, was sich im Zuge der Ermittlungen herausgestellt hat: Jedes Mal, wenn die Fifa nach internen Untersuchungen korrupte Funktionäre abgesetzt hat, wurden sie durch andere ersetzt, die genau in derselben Art und Weise weitermachten.» Diese hätten ihre neue Position vor allem als Gelegenheit gesehen, Bestechungsgelder anzunehmen.

Ermittlungen gegen 14 Funktionäre

Im Fussball-Korruptionsskandal ermitteln die amerikanischen Behörden gegen 14 zum Teil ranghohe Funktionäre. Fifa-Präsident Joseph Blatter hatte am Dienstag überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Ob es auch eine Anklage gegen Blatter geben werde, wollte Lynch nicht beantworten. «Dazu kann ich jetzt nichts sagen», meinte sie.

(sda/tno/ama)

 

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