Die Anzahl der US-Amerikaner, die ihre Staatsbürgerschaft aufgeben, hat sich im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr versechsfacht. Die US-Regierung bereite laut Nachrichtenagentur Bloomberg strengere Pflichten bei der Offenlegung von Vermögenswerten vor.

Unter dem Strich sei die Anzahl der im Ausland lebenden US- Bürger, die ihren Pass bei US-Botschaften abgaben, in den Monaten April bis Juni auf 1131 – im gleichen Zeitraum des Vorjahres hätte diese Zahl lediglich 189 betragen.

Deutlich mehr Passrückgaben seit 2008

Laut Daten der US-Regierung haben damit im ersten Halbjahr 2013 bereits 1810 Bürger ihren Pass zurückgegeben. Zum Vergleich: 2008 lag die Zahl für das Gesamtjahr noch bei lediglich 235.

Die Zunahme ist Folge der Jagd der USA auf Steuersünder bei ausländischen Banken. So hat die UBS Daten zu rund 4700 Konten übermittelt und 780 Millionen Dollar bezahlt, um den Streit beizulegen.

(vst/aho)