Eine im Ausland hergestellte Nationalflagge kommt dem US-Verteidigungsministerium nicht mehr ins Haus. Das Pentagon erliess eine neue strikte Regel, wonach Fahnen nur noch «Made in America» sein dürfen.

Ob für Schiffsmasten, Kasernen oder die Särge gefallener Soldaten - vor der Bestellung von Fahnen mit den berühmten «Stars & Stripes» in rot-weiss-blau müssen Pentagon-Beamte künftig sicherstellen, dass diese "zu 100 Prozent in den USA produziert" worden sind. Bisher durften zumindest Stoff und Farben aus dem Ausland bezogen werden.

Steuergeld soll für amerikanische Flaggen ausgegeben werden

«Unsere Frauen und Männer in Uniform sollten unter amerikanischen Flaggen aus US-Produktion dienen», erklärte der republikanische Kongressabgeordnete Mike Thompson, auf dessen Initiative hin das Gesetz erlassen worden war. «Und unser Steuergeld sollte für amerikanischen Flaggen aus US-Produktion ausgegeben werden.»

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Auf der Facebook-Seite des Vietnamkrieg-Veterans, in dessen Wahlbezirk ein wichtiger Flaggenproduzent ansässig ist, gab es Lob für Thompsons Vorstoss. «Super Aktion, Danke», schrieb ein Nutzer, der sich selbst als Vietnam-Veteran zu erkennen gab und bei der Gelegenheit gleich fragte: «Könnten wir das nicht auch mit anderen Produkten machen?» Schliesslich habe es kein Soldat verdient, dass sein Sarg «mit billigem Stoff aus Übersee» bedeckt wird.

(sda/moh/chb)