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Weltraum
US-Regierung konkretisiert Space-Force-Pläne

Space Force
Raketenstart in Cape Canaveral: Wird das All militarisiert?Quelle: Keystone

Die USA wollen bis 2020 Weltraum-Truppe schaffen. Vizepräsident Mike Pence fordert dafür Geld vom Kongress.

Veröffentlicht am 10.08.2018

Die US-Regierung will bis 2020 eine eigene Teilstreitkraft für die Verteidigung im Weltall einrichten. Vizepräsident Mike Pence sagte am Donnerstag bei der Space Force. Der Kongress müsse sich hinter den Plan stellen und die Finanzmittel dafür bewilligen. Ohne die Zustimmung des Kongresses kann die Regierung die Weltraum-Truppe nicht ins Leben rufen, die Präsident Donald Trump vor einigen Monaten angeregt hatte.

Trump hatte erklärt, die USA müssten die dominante Macht im Weltall sein. Kritiker monieren, die Schaffung einer sechsten Teilstreitkraft sei unnötig, zu teuer und könnte die Luftwaffe vor eine Zerreissprobe stellen. Bislang ist die Luftwaffe für die Sicherheit im Zusammenhang mit dem Weltraum zuständig.

Bedrohung aus dem All durch Russland und China

Die Regierung argumentiert mit einer zunehmenden Bedrohung im und aus dem All durch Russland und China. Der Weltraum werde immer mehr zu einem Kampfgebiet, «und wir müssen uns dieser Realität stellen», sagte Verteidigungsminister Jim Mattis. Nach einem Vorschlag seines Ministeriums soll bis Ende 2018 ein gemeinsames Kampfkommando, das Weltraumkommando, eingerichtet werden. Bis dahin solle das Kommando für Weltraumaktivitäten weiter bei der Luftwaffe liegen.

Die USA haben den Weltraumvertrag von 1967 ratifiziert, nach dem die Stationierung von Massenvernichtungswaffen im All verboten ist. Zudem dürfen Himmelskörper wie der Mond nur für friedliche Zwecke genutzt werden. Die US-Regierung will ihre Raumfahrtaktivitäten ausdehnen. So hat die Nasa angekündigt, vom kommenden Jahr an die Rückkehr von Astronauten auf den Mond vorzubereiten. Zuletzt war dort 1972 ein Mensch.

(reuters/gku)

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