Die US-Waffenlobby NRA hat den Zorn von Barack Obama auf sich gezogen, weil sie die Töchter des Präsidenten in den Mittelpunkt eines gegen schärfere Waffengesetze gerichteten Videos gestellt hat.

Statt einer Verschärfung des Waffenrechts hatte die NRA nach dem Amoklauf an einer Grundschule in Newtown im Dezember den Einsatz von Sicherheitskräften an Schulen gefordert. «Warum steht Obama bewaffneten Wachen in unseren Schulen skeptisch gegenüber, wenn seine Kinder in ihrer Schule von bewaffneten Wachen geschützt werden?», fährt der Sprecher in dem Video fort.

Das Weisse Haus kritisierte den Spot am Mittwoch scharf. «Die meisten Amerikaner sind der Meinung, dass die Kinder des Präsidenten nicht als Faustpfand in einer politischen Auseinandersetzung benutzt werden sollten», sagte Obamas Sprecher Jay Carney. Das Video, das mit der Sicherheit der Töchter spiele, sei «abstossend und feige».

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Obama versucht, die 14-jährige Malia und die elfjährige Sasha so weit es geht aus der Öffentlichkeit zu halten, um ihnen eine einigermassen normale Kindheit zu ermöglichen. Am Mittwoch stellte Obama in Washington seine Pläne für ein strengeres Waffenrecht vor.

(tke/chb/sda)