Eine Analyse durch Geheimdienstexperten habe erbracht, dass das Video authentisch sei, sagte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates, Caitlin Hayden. Sotloff war im vergangenen Jahr im Norden Syriens verschleppt worden. Vergangenen Monat hatten die Kämpfer des Islamischen Staates (IS) bereits den US-Journalisten James Foley enthauptet und am 19. August ein Video von der Tat ins Internet gestellt.

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Anschliessend hatten die Dschihadisten auch mit der Ermordung von Sotloff gedroht, sollten die USA ihre Luftangriffe auf IS-Stellungen im Nordirak nicht einstellen. Diese Drohung machten sie nun war, der Titel des neuen Videos lautete: «Zweite Botschaft an die Amerikaner».

Cameron: «absolut ekelhaft»

«Wenn es echt ist, dann sind wir angewidert von diesem brutalen Akt», hatte US-Aussenamtssprecherin Jen Psaki am Dienstag erklärt, als die Aufnahme noch überprüft wurde. «Unser Mitgefühl gilt Sotloffs Familie».

Der britische Premierminister David Cameron erklärte, die Aufnahmen würden eine «absolut ekelhafte, verachtenswerte Tat» zeigen. Er berief am Mittwoch eine Krisensitzung seines Sicherheitskabinetts ein, da auch ein Brite vom IS als Geisel festgehalten wird. Die IS-Miliz droht, auch den britischen Staatsbürger zu töten.

Bereits heute früh verurteilte die internationale Journalistenorganisation Committee to Protect Journalists (CPJ) die Tat und forderte eine Bestrafung. Die Ermordungen Foleys und Sotloffs «waren Kriegsverbrechen, und diejenigen, die sie begangen haben, müssen zur Rechenschaft gezogen werden», teilte sie mit. Sie betonte, Sotloff und Foley «waren Zivilisten, keine Repräsentanten irgendeiner Regierung».

(sda/ise/me)