Die amerikanischen Justizbehörden schlagen angeklagten Schweizer Bankern vor, auf US-Botschaften in Europa auszusagen. Das Wirtschaftsmagazin «Eco» des Schweizer Fernsehens bezieht sich dabei auf Aussagen von voneinander unabhängigen Quellen.

Für die Anreise würden die internationalen Haftbefehle gegen die Banker ausgesetzt, heisst es weiter. Zudem sei ihnen mündlich zugesichert, dass sie die Botschaften nach dem Gespräch verlassen könnten.

Skandalöser Vorgang

Brisant: Bei der Umsetzung dieses Vorschlags würden die Banker Schweizer Recht brechen. «Sicher das Bankgeheimnis, vermutlich verstiessen sie auch gegen die Artikel 271 und 273 des Strafgesetzbuches, die verbotene Handlungen für einen fremden Staat und wirtschaftlichen Nachrichtendienst ahnden», berichtet «Eco».

Professor Robert Waldburger von der Hochschule St. Gallen bezeichnet diesen Vorgang «aus schweizerischer Sicht als ziemlich skandalös».

(vst/dbe)