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USA drücken Kürzungen für Blauhelme durch

Brasilianische Blauhelme in Haiti: Mission bekommt weniger Geld. Keystone

Die UNO fahren ihr Budget für Friedensmissionen herunter. Grund ist die Skepsis des grössten Beitragszahlers. Doch für die USA sind die Kürzungen «erst der Anfang».

Veröffentlicht am 01.07.2017

Die Vereinten Nationen haben ihr Budget für Friedensmissionen um rund 600 Millionen Dollar gekürzt. Die UNO-Vollversammlung einigte sich am Freitag auf Ausgaben in Höhe von 7,3 Milliarden Dollar für die Blauhelmeinsätze zwischen Anfang Juli dieses Jahres und Ende Juni 2018. Das sind 7,2 Prozent weniger als zuvor.

6,8 Milliarden Dollar wurden für 14 Missionen sofort bewilligt. Weitere 500 Millionen Dollar für Einsätze in Haiti und Darfur sollen im Dezember folgen.

USA wollten mehr kürzen

Vor allem die USA als grösste Beitragszahler hatten auf Kürzungen bestanden. Sie wollten den Etat sogar um eine Milliarde Dollar kürzen. Die EU sprach sich für Einsparungen im jetzigen Umfang aus. US-Botschafterin Nikki Haley kündigte an, dies sei «erst der Anfang». Von den Streichungen am schwersten betroffen sind die Blauhelmmissionen in Haiti sowie in der Demokratischen Republik Kongo und in Darfur im Südsudan - letztere sind gleichzeitig die kostspieligsten.

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres wollte das Budget hingegen von derzeit 7,87 Milliarden auf 7,97 Milliarden Dollar erhöhen. Ein UNO-Sprecher kündigte an, trotz der deutlichen Kürzungen würden die Vereinten Nationen alles unternehmen, damit die Missionen ihre Aufgaben erfüllen könnten.

Wichtige Missionen

Der Wert dieser Friedensmissionen sei nicht zu unterschätzen, betonte der Sprecher. Sie seien nach wie vor das «kostengünstigste Instrument» der internationalen Staatengemeinschaft, «um Konflikte zu verhindern und die Bedingungen für einen anhaltenden Frieden zu fördern».

(sda/gku)

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