Vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts schickt die US-Armee im Oktober Kampfpanzer und etwa 600 Soldaten zu einer Militärübung nach Polen und in die Staaten des Baltikums. An dem Manöver am östlichen Rand des Nato-Bündnisgebiets sollen auch Streitkräfte der anderen Mitgliedstaaten teilnehmen, wie das US-Verteidigungsministerium  mitteilte.

Die Übungen seien für kleine Armeeverbände und die Schulung von Führungskräften gedacht, sagte eine Pentagon-Sprecherin. Ihr zufolge gibt es nun einen Truppenaustausch im Rahmen einer «dreimonatigen Rotation».

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Die Soldaten würden andere einer Fallschirmspringer-Einheit ersetzen, die bisher vor Ort sei. Anders als diese seien die neu entsandten Einheiten nun mit M-1-Abrams-Panzern und Infanterie-Kampffahrzeugen ausgerüstet.

Vorwürfe gegenüber Russland

Sowohl Kiew als auch westliche Staaten und die Nato haben Russland wiederholt vorgeworfen, die Separatisten in der Ostukraine mit Kämpfern und Waffen zu unterstützen. Inzwischen beschuldigen sie Moskau teilweise sogar offen einer «direkten Invasion» mit eigenen Soldaten.

Vor dem Hintergrund des russischen Vorgehens in der Ukraine-Krise wächst auch bei den östlichen Nato-Bündnisstaaten die Sorge, in einen bewaffneten Konflikt hineingezogen zu werden.

(sda/dbe)