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Korruption
USA haben Honduras' Ex-Präsidenten im Visier

Sepp Blatter und Rafel Callejas: Die Fifa im Korruptions-Sumpf. Keystone

Die USA kämpfen gegen die Korruption im Weltfussball-Verband. Im Fadenkreuz der Lynch-Justiz steckt auch der ehemalige Präsident von Honduras.

Veröffentlicht am 04.12.2015

Im Fifa-Korruptionsskandal fordern die USA die Auslieferung des früheren Präsidenten von Honduras, Rafael Callejas. Einen entsprechenden Antrag machte die Regierung des zentralamerikanischen Landes bekannt.

Callejas leitete nach seiner Amtszeit als Präsident den heimischen Fussballverband. Er ist einer von 16 Beschuldigten, dem die US-Ermittler eine Beteiligung an millionenschwerer Bestechung im Zusammenhang mit der Vergabe von Vermarktungs- und Senderechten vorwerfen.

Vorwürfe zurückgewiesen

Callejas wies die Anschuldigungen auf einer Pressekonferenz zurück und betonte, er sei bereit sich vor Gericht dagegen zu wehren. In der Klageschrift wird auch Hector Trujillo genannt, ein Richter des Verfassungsgerichts von Guatemala.

Im Zusammenhang mit den US-Ermittlungen hatte es bereits in den frühen Morgenstunden im Zürcher Hotel Baur au Lac nahe der Fifa-Zentrale zwei Festnahmen gegeben. Betroffen waren Alfredo Hawit aus Honduras, Chef des Fussballverbands für Nord- und Zentralamerika sowie Karibik (Concacaf), sowie Juan Angel Napout aus Paraguay, Vorsitzender des südamerikanischen Fussballverbands (Conmebol).

Lynch-Justiz

In Washington sagte US-Justizministerin Loretta Lynch, im Fussball-Geschäft sei Korruption tief verwurzelt. Zu Callejas äusserte sie, dieser habe sich mutmasslich um Bestechungsgelder bemüht und seinen Einfluss in der Fifa verkauft.

Zugleich richtete Lynch eine generelle Kampfansage an korrupte Fussball-Funktionäre: «Ihr werdet unserem Fokus nicht entkommen.»

(sda/ise/chb)

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