Wegen drohender Anschläge durch die Al-Kaida lassen die USA 19 Botschaften und Konsulate vor allem in muslimischen Ländern in den kommenden Tagen geschlossen. Das Aussenministerium verlängerte die Vorsichtsmassnahme bis Samstag. Am gestern Sonntag blieben 21 Vertretungen geschlossen. Einige von ihnen wie in Kabul oder Bagdad sollten bereits heute wieder geöffnet werden. Neu betroffen von den Schliessungen sind Vertretungen in Madagaskar, Burundi, Ruanda und Mauritius.

Das Aussenministerium hatte in der vergangenen Woche eine Reisewarnung herausgegeben. Demnach könnte das Extremistennetz Al-Kaida im August vor allem im Nahen Osten und Afrika Anschläge planen. «Das ist die grösste Bedrohung der vergangenen Jahre» sagte der Kongressabgeordnete Saxby Chambliss nun, der im Geheimdienstausschuss des Senates sitzt. Die abgefangene Kommunikation über mutmassliche Anschläge zwischen Terrorverdächtigen sei ähnlich intensiv wie vor dem 11. September 2001.

Der Republikaner verteidigte in diesem Zusammenhang in dem NBC-Interview die Spähaktionen des Geheimdienstes NSA, die vom Computerexperten Edward Snowden enthüllt wurden. Ohne sie würde man Gesprächen zwischen Kriminellen nicht zuhören können, sagte Chambliss.

Nach den Warnungen hatten am Wochenende mehrere westliche Staaten ihre Botschaften in Ländern des Nahen Ostens vorübergehend geschlossen, darunter auch Deutschland die in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa. In vielen muslimischen Ländern ist der Sonntag ein Arbeitstag.

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(rcv/jev/reuters)