Die US-Regierung spricht jetzt erstmals von einem Krieg gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak. Bisher hatte sie den Kampf ausdrücklich als eine Terrorabwehr-Aktion bezeichnet und das Wort Krieg gemieden.

Auf eine Journalisten-Frage danach antwortete der Sprecher des Weissen Hauses, Josh Earnest, nun am Freitag: «Tatsache ist, dass der IS angedeutet hat, dass er bereit ist, Krieg gegen die Welt zu führen. Und dieser Präsident (...) führt eine internationale Koalition, um dieser Bedrohung entgegenzutreten und IS einen Zufluchtsort zu verwehren. Und diese Koalition wird letztendlich für die Schwächung und Zerstörung von IS verantwortlich sein.»

«USA befinden sich in einem Krieg mit IS»

Daraus könne man schliessen, sagte Earnest weiter, «dass sich die USA in einem Krieg mit IS befinden, in derselben Weise, wie wir uns in einem Krieg mit Al-Kaida und deren Verbündeten rund um die Welt befinden.»

Noch am Donnerstag hatte US-Aussenminister John Kerry in einem Interview des TV-Senders CNN gesagt, Krieg sei ein falscher Begriff für den Kampf gegen den IS. Es handle sich um eine «sehr bedeutende Terrorabwehr-Operation». Auch Präsident Barack Obama hatte in seiner Strategie-Rede an die Nation in der Nacht zum Donnerstag nicht von Krieg gesprochen.

(sda/moh)

 

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