Die USA wollen der Ukraine eine Milliarde Dollar Hilfe für die Energieversorgung zur Verfügung stellen. Das teilte das Weisse Haus in Washington mit. Angedacht sei zudem, die Zentralbank und das Finanzministerium in Kiew mit technischer Expertise zu unterstützen.

Fachleute aus den USA sollten dabei helfen, dem Marktdruck standzuhalten und wichtige Energiereformen umzusetzen. US-Ausbilder sollen der Ukraine auch dabei helfen, Wahlen nach internationalen Standards abzuhalten.

Hilfen gegen Korruption

Geplant sind zudem Hilfen im Kampf gegen Korruption und für mehr Transparenz. Noch diese Woche soll ein Team von US-Fachleuten nach Kiew reisen, um möglicherweise unterschlagene Vermögenswerte ausfindig zu machen und zurückzugewinnen.

Zugleich sind die USA nach Angaben eines Regierungsvertreters bereit, Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Dies werde «höchst wahrscheinlich sehr bald» geschehen. Man gehe von einigen Tagen, nicht Wochen aus.

US-Kongress-Abgeordnete loten derzeit Optionen aus, die Sanktionen für russische Banken und das Einfrieren von Geldern russischer Einrichtungen und privater Investoren umfassen könnten.

Lawrow: Sanktionen bringen nichts

Die Vereinigten Staaten verurteilten das russische Vorgehen auf der Krim als Verstoss gegen internationales Recht und legten Gespräche auf Eis, die engere Handelsbeziehungen zwischen beiden Staaten zum Ziel haben. Ausgesetzt wurden zudem gemeinsame Militärübungen und Hafenvisiten.

Der russische Aussenminister Sergej Lawrow sagte am Dienstag während eines seit längerem geplanten Besuchs in Tunesien, Sanktionen des Westens gegen sein Land brächten nichts. Russland werde seine Position nicht verändern.

(sda/me)