1. Home
  2. Politik
  3. USA und Kanada wollen Nafta-Erneuerung noch 2017

Vereinbarung
USA und Kanada wollen Nafta-Erneuerung noch 2017

Trudeau Trump
Justin Trudeau und Donald Trump: Verhandlungen über NAFTA. KeystoneQuelle: Keystone .

US-Präsident Donald Trump und sein Amtskollege Justin Trudeau haben telefoniert - und ihren Willen zur Einigung bekräftigt. Die Verhandlungen um das neue Nafta-Abkommen gehen in die zweite Runde.

Veröffentlicht am 01.09.2017

Im Ringen um eine Neuausrichtung des Nafta-Freihandelsabkommens streben die USA und Kanada eine Einigung noch in diesem Jahr an. Nach einem Telefonat von US-Präsident Donald Trump mit dem kanadischen Regierungschef Justin Trudeau erklärte das Weisse Haus am Donnerstag, beide hätten ihre Hoffnung bekräftigt, «bis zum Ende des Jahres zu einer Vereinbarung zu gelangen». Die zweite Runde der Nafta-Verhandlungen startet am Freitag in Mexiko-Stadt.

Noch vor einigen Tagen hatte Trump damit gedroht, aus dem Nafta-Freihandelsabkommen zwischen den USA, Kanada und Mexiko auszusteigen, wenn das Ergebnis der Neuverhandlungen nicht im Sinne Washingtons sei. Mexiko hatte er dabei vorgeworfen, sich bei den Gesprächen «schwierig» zu verhalten. Das Nafta-Abkommen sei «eines der schlechtesten Handelsabkommen», das jemals unterzeichnet worden sei, sagte er am Montag.

Ungerechte Handelsdefizit ausgleichen

Mexiko würde bei einem US-Austritt aus dem nordamerikanischen Freihandelsabkommen NAFTA mit Kanada weitermachen wollen. NAFTA würde dann nur noch die Handelsbeziehungen dieser beiden Länder bestimmen, sagte Mexikos Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo am Donnerstag.

Erste Verhandlungen fanden ab Mitte August in Washington statt, die zweite Runde läuft nun bis zum kommenden Dienstag, auch der weitere Zeitplan ist eng gesteckt. Schon bei den ersten Gesprächen waren die Gegensätze zwischen den Ländern offen zutage getreten.

Trumps Regierung plädiert für eine tiefgreifende Änderung der Regelungen, um das aus Sicht der USA ungerechte Handelsdefizit vor allem mit Mexiko auszugleichen. Kanada und Mexiko hingegen wollen das Abkommen vor allem verbessern und modernisieren.

(sda/me)

Anzeige