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Wahleinmischung
USA weiten Sanktionen gegen Russen aus

Russland
Russland: Wegen Einmischung in Wahlen weiter im Visier der US-Behörden.Quelle: Copyright 2018 The Associated Press. All rights reserved

Die US-Regierung hat weitere Russen auf eine Sanktionsliste gesetzt. Insgesamt sind nun mehr als 270 Personen und Firmen betroffen.

Veröffentlicht am 20.12.2018

Die US-Regierung hat Sanktionen gegen weitere Russen verhängt - unter anderem wegen Einflussversuchen auf die amerikanische Präsidentschaftswahl 2016. Sie betreffen unter anderem 15 Mitglieder des russischen Geheimdienstes GRU.

Die Vermögen der Betroffenen in den USA werden eingefroren und US-Bürgern wird verboten, mit diesen Personen Transaktionen einzugehen, wie das US-Finanzministerium am Mittwoch in Washington mitteilte.

«Abschreckung und Verteidigung»

Sanktioniert würden auch Cyberattacken auf internationale Organisationen und die Beteiligung mehrerer russischer Geheimdienstler an dem Nervengift-Anschlag auf den früheren russischen Geheimagenten Sergej Skripal und dessen Tochter Julia im März in Grossbritannien, hiess es weiter.

Ziel der Sanktionen sei «Abschreckung und Verteidigung» angesichts der «anhaltenden bösartigen Aktivitäten von Russland, seinen Vertretern und seinen Geheimdiensten», erklärte US-Finanzminister Steven Mnuchin. Die USA würden in diesem Bereich weiter mit ihren internationalen Verbündeten und Partnern zusammenarbeiten.

Verbotene Geschäfte mit Oleg Deripaska

Ein anderer früherer GRU-Mitarbeiter werde wegen Geschäften für den russischen Oligarchen Oleg Deripaska mit Sanktionen belegt, teilte das Ministerium mit. Gegen Deripaska hatte die US-Regierung bereits vor Monaten Strafmassnahmen verhängt. Er ist Präsident des russischen Konzerns En+ und Gründer des russischen Aluminiumkonzerns Rusal.

Die Sanktionen gegen die beiden Konzerne - und eine weitere Firma aus der Gruppe von En+ - will die US-Regierung dagegen in 30 Tagen aufheben. Darüber habe man den US-Kongress informiert, erklärte das Finanzministerium. Die Konzerne hätten nötige Umstrukturierungen vorgenommen und den Einfluss Deripaskas minimiert. Deripaska hatte unter anderem seinen Posten im Verwaltungsrat von Rusal aufgegeben.

Bislang haben die Amerikaner nach eigenen Angaben Sanktionen gegen mehr als 270 Personen und Firmen mit Russland-Bezug verhängt.

(sda/gku/mbü)

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