Die USA haben im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise gegen weitere Personen und Organisationen Strafmassnahmen verhängt. Auf die Sanktionsliste seien 19 Personen und 19 Organisationen aufgenommen worden, teilte das Finanzministerium am Dienstag in Washington mit. Hintergrund sei das russische Vorgehen in der Ukraine-Krise.

Die Sanktionen bedeuten, dass Einlagen der betroffenen Personen und Organisationen bei US-Banken eingefroren werden. Ausserdem wird US-Unternehmen verboten, Geschäfte mit den Genannten zu machen. Russlands Aussenminister Sergej Lawrow bezeichnete die Ausweitung der Sanktionen als bedauerlich. Die Russophobie in Amerika sprenge inzwischen alle Grenzen.

Belastete Beziehung

Erst kürzlich hatte der US-Senat für neue Sanktionen gegen Russland gestimmt, um das Land für eine Einmischung in die Präsidentenwahl in den USA, die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim und die Unterstützung der Regierung in Damaskus im syrischen Bürgerkrieg zu bestrafen. In Europa wurde dies scharf kritisiert, weil die Sanktionen offenkundig dazu dienen sollen, den Verkauf amerikanischen Flüssiggases in Europa zu fördern und russische Erdgaslieferungen vom europäischen Markt zu verdrängen.

Diese Entscheidungen haben die Beziehungen zwischen den USA und Russland ebenso belastet wie der Abschuss eines syrischen Kampfflugzeuges durch eine US-Militärmaschine am Sonntag. Die aufseiten des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad kämpfende russische Luftwaffe erklärte daraufhin alle im syrischen Luftraum operierenden ausländischen Kampfflugzeuge zu potenziellen Angriffszielen.

(reuters/ise/mbü)