Griechenland hat kurz vor Beginn des Euro-Finanzministertreffens in Riga Zugeständnisse in den festgefahrenen Gesprächen für eine Lösung des Schuldenstreits angeboten. In einem am Freitag veröffentlichten Beitrag für einen Blog stellte Finanzminister Yanis Varoufakis eine Begrenzung der Frühverrentung in Aussicht.

Zugleich erklärte er sich zum Aufbau einer unabhängigen Steuerkommission, der Fortsetzung von Privatisierungen, einem Angehen der Risiko-Kredite und einer Förderung des Unternehmertums bereit. «Die derzeitigen Missverständnisse mit unseren Partnern sind nicht unüberbrückbar.» Varoufakis betonte jedoch, dass es zusätzliche Lohn- und Rentenkürzungen nicht geben wird.

Deutschland rechnet nicht mit Durchbruch

Die Gläubiger pochen darauf, dass Griechenland die Auflagen des laufenden Hilfsprogramms bis Ende Juni erfüllt. Die Euro-Finanzminister erörtern den Streit am Freitag im lettischen Riga. Deutschland und andere Euro-Staaten rechnen jedoch nicht damit, dass es zu einem Durchbruch kommt. Ohne Einigung droht Griechenland die Staatspleite.

(reuters/dbe/chb)