Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis hat sich zuversichtlich gezeigt, dass seine Euro-Kollegen der Bitte seines Landes um Verlängerung der Rettungskredite zustimmen werden. Sollte das Gesprächsklima weiter so bleiben wie im Moment, werde es am Donnerstag auf Expertenebene «einen guten Abschluss geben», sagte er am Mittwochabend in Athen.

Die Zustimmung werde dann am Freitag während einer Telefonkonferenz der Euro-Gruppe fallen, sagte Varoufakis voraus. Die Bitte seines Landes sei so formuliert worden, dass «sie die griechische Seite und den Präsidenten der Euro-Gruppe zufriedenstellen wird». Diese wird von Jeroen Dijsselbloem angeführt.

Am Freitag läuft die Frist aus

Die Regierung in Athen will mit dem Geld eine Staatspleite abzuwenden. Die deutsche Bundesregierung besteht in den Verhandlungen jedoch darauf, dass mit neuen Milliarden auch ein Bekenntnis zu den in Griechenland verhassten Reformauflagen verbunden sein muss. Mit Blick auf die Hilfen für Griechenland sagte der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble am Mittwoch: «Wir sind sehr grosszügig gewesen.» Mit Blick auf die Verhandlungen in den kommenden Tagen zur Lösung des Streits mit Griechenland fügte er an. «Wir werden unser bestes tun bei dem, was zu tun ist». Er ergänzte: «Wir müssen daran denken, dass wir eine grosse Verantwortung haben, nämlich Europa stabil zu halten.»

«Der Spielraum ist begrenzt», merkte er an, offenbar auch dies mit Blick auf die Position der Euro-Länder zu den von Griechenland aufgestellten Forderungen. Er unterstrich aber noch einmal: «Die Grundvoraussetzung ist, dass wir nicht unsere Vertrauensbasis zueinander zerstören». Am Freitag läuft eine Frist der Euro-Zone aus.

(reuters/ise)