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Geldregime
Varoufakis und Lafontaine für «zivilen Ungehorsam»

Blockupy-Proteste in Frankfurt: Der Euro erhitzt die Gemüter. Keystone

In ganz Europa echauffieren sich Linke über die Währung der Union. Nun ruft eine Gruppe prominenter Politiker zu «zivilem Ungehorsam» gegenüber der Eurogruppe auf.

Veröffentlicht am 12.09.2015

Prominente Vertreter europäischer Linksparteien wollen eine Kampagne des zivilen Ungehorsams gegen die Finanzpolitik in der Eurozone. Die Unterzeichner um den griechischen Ex-Finanzminister Gianis Varoufakis schlagen einen «internationalen Gipfel für einen Plan B für Europa» vor. «Der Euro ist das Werkzeug politischer und ökonomischer Dominanz einer kleinen europäischen Elite geworden», heisst es in dem Papier.

Die Autoren wollten am Samstag beim linken Volksfest «Fête de l'Humanité» bei Paris um Unterstützung werben. In dem Papier gehen sie hart mit der Haltung der Euro-Länder zu Griechenland ins Gericht. Sie fordern eine Neuverhandlung der europäischen Verträge.

Plan B als «Abschreckung»

Bis dahin wollen sie als «Abschreckung» einen Plan B, zivilen Ungehorsam «gegenüber willkürlichen europäischen Praktiken». Dazu sei viel Vorbereitung nötig. «Viele Ideen gibt es bereits: Die Einführung eines parallelen Zahlungssystems, Parallelwährungen, digitalisierte Eurotransaktionen, ein Austritt aus der Eurozone sowie die Umwandlung des Euro in eine (demokratische) Gemeinschaftswährung.»

Neben Varoufakis haben auch der frühere deutsche Linke-Chef Oskar Lafontaine, der französische Linkspartei-Chef Jean-Luc Mélenchon und der frühere stellvertretende Finanzminister Italiens Stefano Fassina den Text unterzeichnet.

(sda/ise)

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