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Vazquez muss zur Stichwahl in Uruguay

Tabaré Vazquez (li.) und Vize-Kandidat Raul Sendic: Sie haben keine Mehrheit errungen.  Keystone

Bisher ist nur ein Bruchteil der Stimmen ausgezählt. Trotzdem zeigt sich, dass Uruguay wohl eine Stichwahl bevorsteht. Der Sozialist Tabaré Vazquez verfehlte am Sonntag die absolute Mehrheit.

Veröffentlicht am 27.10.2014

Über den künftigen Präsidenten Uruguays wird voraussichtlich am 30. November in einer Stichwahl entschieden. Der Sozialist Tabaré Vazquez gewann am Sonntag nach Prognosen zwar die Wahl, verfehlte jedoch die nötige absolute Mehrheit.

Der Kandidat der linken Regierungskoalition Frente Amplio muss demnach in einer Stichwahl gegen den konservativen Kandidaten Luis Lacalle Pou von der Partido Nacional (Nationale Partei) antreten, der den zweiten Platz erreichte. Hochrechnungen aufgrund von Nachwahlbefragungen sahen Vázquez übereinstimmend bei 47 Prozent, Lacalle Pou bei 31 bis 32 Prozent.

An dritter Stelle lag in den Prognosen der Kandidat der ebenfalls konservativen Partido Colorado, Pedro Bordaberry, mit 13 Prozent. Die gemässigte Linke der Partido Independiente kam demnach auf 3 Prozent.

Prognosen bestätigt

Die Wahlbehörde hatte am späten Sonntag (Ortszeit) nur 22 Prozent der abgegebenen Stimmen ausgezählt. Die offiziellen Ergebnisse bestätigten aber bis dahin die Tendenz der Prognosen. Auch für die Kandidaten war es sicher, dass der Nachfolger des linken Präsidenten José «Pepe» Mujica bei einer Stichwahl zwischen Vázquez und Lacalle Pou bestimmt wird.

«Wir sind die meistgewählte politische Kraft, müssen aber in die Stichwahl», erklärte Vázquez am Sonntagabend vor seinen feiernden Anhängern. Lacalle Pou zeigte sich ebenfalls zuversichtlich: «Unsere Chancen, die Regierung zu übernehmen, bestehen unangetastet». Bordaberry sicherte noch am Wahlabend Lacalle Pou seine Unterstützung zu.

Die rund 2,6 Millionen Wahlberechtigten waren auch aufgerufen, die 99 Abgeordneten und 30 Senatoren neu zu bestimmen. Nach den Prognosen könnte die Frente Amplio die absolute Mehrheit in der Abgeordnetenkammer knapp verloren haben.

(sda/ise)

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