Am 18. März dürften die griechischen Sozialisten den Finanzminister Evangelos Venizelos als Parteivorsitzender wählen. Denn die Bewerbungen des ehemaligen EU-Kommissars Christos Papoutsis und eines weiteren Parteifunktionärs, Stefanos Tsoumakas, wurden abgelehnt.

Das teilte die Panhellenische Sozialistische Bewegung (Pasok) am Sonntag mit. Die beiden hätten nicht die nötige Zahl der Unterschriften für ihre Kandidatur erreicht.

«Müssen das Land retten»

Damit gilt die Wahl von Venizelos als sicher. Bei einer Parteiversammlung am Samstag hatte er zu einer Fortsetzung der Reformen aufgerufen. «Wir müssen den Staat reformieren. Wir können es», sagte er mit Blick auf den Schuldenschnitt. «Wir müssen das Land retten.»

An der Wahl können alle Pasok-Mitglieder teilnehmen, Sympathisanten der Partei nur, wenn sie zwei Euro zahlen. Mitwählen können auch EU-Bürger, die ständig in Griechenland leben.

Der bisherige Parteichef Giorgos Papandreou hatte im Januar seinen Abschied von der Parteispitze angekündigt. Angesichts desaströser Umfragewerte planen die Sozialisten einen Neustart vor der vorgezogenen Parlamentswahl, die für Anfang Mai erwartet wird. Kam die Partei 2009 noch auf 44 Prozent Zustimmung, liegt sie derzeit bei 9 bis 15 Prozent.

(chb/sda)